Lebenscoach – viel mehr als du denkst.

 
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Oft merke ich, dass viele Menschen den Lebenscoach spannend finden, jedoch nicht glauben, dass dieser auch für sie selber ein Thema sein könnte. Geht es dir auch so?

Lebenscoach klingt nach „ich-bin-in-einer-schwierigen-Situation-im-Leben-und-komme-nicht-mehr-weiter.“ Und da es dir ja gut geht, brauchst du auch keinen Lebenscoach und kein Coaching. Punkt. In meinem heutigen Beitrag zeige ich dir, wofür ein Coaching alles genutzt werden kann. Aus meiner Sicht gibt es keine Grenzen.

Jeder von uns hat ein komplett anderes Leben und eine andere Vorstellung von „richtig“ und „falsch“, von „Glück“ und vom eigenen „Ziel“ im Leben. Wir sind alle verschieden, jeder von uns hat seinen eigenen Bezugsrahmen. Das heisst, jeder von uns kriegt eine eigene CD in sein „System“ eingespielt mit diesen Vorstellungen. Die Daten auf dieser CD sind verschieden geprägt, von unseren Eltern, Verwandten, Freunden, Lehrern, von unserer Kultur, unserer Religion und vielen weiteren Einflüssen. Ein einfaches Beispiel. Wie oft hört man von Eltern den folgenden Satz an ihre Kinder: „Man schmatzt nicht beim Essen.“. Dies stimmt jedoch nur bedingt. In unserem Kulturkreis ist das eine allgemein gültige Norm. Treffe ich aber auf einen Japaner, schlürft und schmatzt der beim Essen genüsslich vor sich hin und fühlt sich pudelwohl dabei. Ich selber empfinde das jedoch als unangenehm und finde das eher unhöflich, unkultiviert. Doch in Japan ist das eine allgemein gültige Norm, er hat es genauso gelernt. Für Japaner ist „schmatzen“ richtig, sogar ein „Muss“ für gutes Essen. Und so gibt es unzählige weitere Themen. Ob der WC Deckel offen oder zu ist, ob die Wohnung 1x pro Woche oder 1x pro Monat geputzt wird oder an welchen Gott man glaubt.

Und doch verbindet alle Menschen auf der Welt drei Bedürfnisse, welche wir unbewusst immer verfolgen:

Kontrolle -> wir wollen über unser Leben selbst die Kontrolle haben, nicht andere sollen uns kontrollieren

Sicherheit -> unser Leben soll in Sicherheit sein, ohne grosse Gefahren

Geborgenheit -> wir wollen geliebt werden, Anerkennung erhalten und respektiert werden

Diese drei Bedürfnisse kann man natürlich noch viel detaillierter analysieren. Sie sind jedoch die Oberkategorien der Grundbedürfnisse jedes einzelnen Menschen.

Als Kind lernen wir Muster, wie wir diese Bedürfnisse befriedigen können. Ein Beispiel: Wenn ich als kleines Kind krank bin, dann bekomme ich ganz viel Zuwendung von Mami und Papi evtl. sogar Süsses. Wenn ich ganz brav bin, dann ist Papi auch ganz lieb zu mir. Was wir daraus lernen ist, dass wenn wir ein bestimmtes Verhalten zeigen, werden bestimmte Bedürfnisse erfüllt. Diese Muster sind uns natürlich nicht immer bewusst und sie wachsen mit uns, wenn wir älter werden und bleiben ein Teil von uns. Darum kann es sein, dass man dauernd krank ist, nur um Liebe zu bekommen.

Natürlich können sich Muster auch verändern, weil neue Erfahrungen gemacht werden und sich das Gesamtbild des Lebens verändert. So kann ich auch Muster durchbrechen. Ich merke mit der Zeit, dass ich mit 30 Jahren nicht mehr dauernd krank sein muss, damit ich von meinen Eltern geliebt werde. Ich kann meine Eltern auch einfach umarmen und bekomme ganz viel zurück.

Nebst diesen Mustern verbindet unser Gehirn auch sämtliche Bilder mit Emotionen und speichert diese dann als „Bahnen“ ab. Sehe ich zum Beispiel wie meine Mutter beim Entdecken einer Spinne Angst bekommt, erschrecke ich auch und habe grosse Angst (als Kind passiert das oft). Diese Situation speichert mein Körper - „Spinnen = Angst“. Unbewusst vergleicht nun unser Unterbewusstsein jede Situation, um zu sehen ob irgendwo etwas vorhanden ist, was uns gefährden könnte. Kommt dann irgendwo eine Spinne daher gelaufen, so aktiviert unser Unterbewusstsein das Gefühl jener Situation. Angst! Im Bewusstsein mag ich mich jedoch nicht mehr an diese Kindheitssituation erinnern. Solche Empfindungen können auch über Generationen hinweg weiter gegeben werden. Diese Emotionen können sich auch verschlimmern, wenn ich andauernd schlechte Erfahrungen mit Spinnen mache. Es kann sich aber auch zum Positiven verändern, wenn ich gute Erfahrungen mit Spinnen mache und sich so die Informationen an mein Unterbewusstsein ändern.

Als Lebenscoach versuche ich hinter die Reaktion des Körpers zu schauen und die Geschichten dahinter zu erforschen und zu lösen – bewusst oder unbewusst erlebt. Alles ist eine Reaktion: Gefühle, Allergien, Schmerzen, Schlaflosigkeit, negative Gedanken etc. Um solche Situationen zu lösen, gibt es viele verschiedene Methoden und Techniken. Diese werde ich in meinem nächsten Blog beschreiben. Ich freue mich, wenn du dann wieder mit dabei bist. Für Anregungen oder Fragen bitte kommentieren.